Heute fahren wir etwas weiter in das Sauerland hinein, zu den Bruchhauser Steinen südlich von Olsberg.
Wir parken auf dem Wanderparkplatz „Feuereiche“. Wenn man sich dem Parkplatz nähert, sieht man auch, warum er so heißt: In der Nähe befindet sich die namensgebende Kunstinstallation.
Nachdem wir die Landstraße überquert haben, treffen wir auf den Rothaarsteig, der uns heute auf einigen Kilometern begleiten wird. Zunächst geht es einen Berg hoch, und wir folgen zunächst der ausgeschilderten Sommervariante des Steigs.
Nach einer Weile haben wir einen ersten Blick auf die Bruchhauser Steine. Es handelt sich dabei um 4 große Felsen, die weit sichtbar in die Landschaft herausragen. Nach dem der Weg etwas an Höhe verloren hat, finden wir uns direkt unterhalb der Felsen wieder, und müssen steil bergauf. Der Weg schlängelt sich dann an den Felsen vorbei, bis wir den letzten Felsen, den Feldstein, erreichen. Der Feldstein ist begehbar, und nach einer kleinen Kletterei können wir eine Rundum-Aussicht weit in das Sauerland genießen. Anschließend verlassen wir den Rothaarsteig und es folgt ein recht langer Abstieg über den Jägersteig bis zum Besucherzentrum. Wir entscheiden uns, eine kleine Pause zu machen, und folgen den Schildern zur Gutsschänke Bruchhausen. Das Wirtshaus bietet neben selbstgebrautem Bier auch einige Kleinigkeiten (aber keine warmen Speisen) an. Wir stärken uns bei einer Wurstplatte für den weiteren Weg. Nachdem wir den Ort Bruchhausen am Rande durchquert haben, führt der Weg, teils als schmaler Pfad nach Olsberg.
Am Ortsrand biegen wir direkt wieder in den Wald ab, und es geht abermals bergauf. Wir belohnen uns selbst mit einer kleinen Stärkung beim Schinkenwirt, der in idyllischer Lage oberhalb von Olsberg liegt. Anschließend geht es auf der Sauerland-Waldroute weiter und wir treffen bald wieder auf den Rothaarsteig. Auf den nächsten Metern sind die Zerstörungen des Sturms Kyrill noch weithin sichtbar. Der Weg ist aber gut freigeräumt. Auf dem Borberg kommen wir an den Fundamenten einer alten Kirche und an Wallanlagen vorbei. In der Nähe einer kleinen Kapelle hat man noch einmal eine schöne Aussicht in das Tal.
Der Rothaarsteig teilt sich anschließend in eine Klettervariante über den Ginsterkopf und eine leichtere Variante außen herum auf. Wir entscheiden uns für die anspruchsvollere Strecke. Der nördliche Gipfel ist dann auch trotz einiger Sturmschäden am Weg bald erreicht. Der südliche Gipfel stellt uns aber vor große Probleme: Der Aufstieg ist durch umgestürzte Fichten vollständig blockiert und an ein Weiterkommen ist nicht zu denken. Wir müssen uns deshalb steil bergab durch das Gehölz schlagen, bis wir auf die einfache Variante stoßen. Von dort ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Auto.
Der GPX File beinhaltet die Route, Wegpunkte, den Track sowie einen manuell bereinigten Track, der die Normalvariante um den Ginsterkopf herum enthält.